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Ratgeber Immobilienverkauf – wie viel Verhandlungsspielraum ist sinnvoll?

Herausgegeben von in Immobilienverkauf ·
Tags: RatgeberHausverkaufTippsWohnungsverkaufImmobilieverkaufenVerhandlungsspielraumHausETWEigentumswohnung

Ist es überhaupt sinnvoll beim Immobilienverkauf einen Verhandlungsspielraum einzuplanen?


Wenn Sie über einen Hausverkauf oder den Verkauf einer Eigentumswohnung nachdenken und sich fragen, wie viel Verhandlungsspielraum sie einkalkulieren sollten, oder ob Sie es zunächst nicht einfach mal mit einem sehr hoch gegriffenen Preis versuchen sollten, sind Sie möglicherweise kurz davor, Ihr Vermögen leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

In unserem Berufsalltag als Immobilien Sachverständige und Immobilienmakler erleben wir immer wieder, dass Immobilieneigentümer den Wert ihrer Immobile falsch einschätzen. Einige Eigentümer gehen zu bescheiden ans Werk, wenn sie den Immobilienwert schätzen, andere Eigentümer taxieren den Marktwert zu optimistisch. Fehleinschätzungen von 100.000,- Euro, (sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung), sind keine Seltenheit.

Wie kann sich der Verhandlungsspielraum auf den Hausverkauf / Wohnungsverkauf auswirken?

Dass Eigentümer beim Hausverkauf / Wohnungsverkauf bares Geld verschenken, wenn sie den Wert der Immobilie zu niedrig einschätzen, ist den Eigentümern durchaus bewusst. Dass sie beim Immobilienverkauf aber auch viel Geld verlieren können, wenn sie den Verkaufspreis zu hoch ansetzen, ist kaum einem Immobilieneigentümer bewusst.

Wer beim Preis zu hoch greift, dessen Verkaufserlös kann tief fallen

In der folgenden Grafik haben wir die Zahlen veranschaulicht, die eine empirische Studie der Kreissparkasse Köln in Zusammenarbeit mit der FlowFact AG hervorgebracht hat. Hier wird deutlich: Je höher der Angebotspreis über dem realen Marktwert der Immobilie angesetzt wird, desto niedriger fällt der tatsächlich erzielte Erlös aus. Gleichzeitig nimmt die Vermarktungsdauer zu. Wird die Immobilie nur 20 % über dem realen Marktwert angeboten, steigt die durchschnittliche Vermarktungsdauer auf 379 Tage. Das bedeutet für Sie, dass Sie über ein Jahr weiter für die Unterhaltskosten der Immobilie aufkommen müssen und am Ende durchschnittlich nur noch 85% des realen Marktwertes erzielen werden.

Infografik Immobilienverkauf


Die meisten Immobilienmakler waren von den Ergebnissen der Studie wenig überrascht, da die Ergebnisse der Studie bestätigen, was viele Immobilienprofis schon lange beobachtet haben. Private Immobilieneigentümer, die ihre Immobilie verkaufen möchten, sind dagegen meist sehr von diesen Ergebnissen überrascht. Die vorherrschenden Gedanken privater Immobilienverkäufer sind immer noch: "Wir setzen erst mal höher an, runtergehen kann man ja immer noch", oder: "Wir haben ja Zeit und brauchen ja auch Verhandlungsspielraum". Die negativen Folgen und drohenden finanziellen Einbußen, die ein falsch angesetzter Preis nach sich ziehen kann, sind kaum jemandem bewusst. Um noch deutlicher zu machen, was es für Sie als Immobilienverkäufer konkret bedeuten kann, hier ein konkretes Rechenbeispiel:

Rechenbeispiel Immobilienverkauf Infografik


Verhandlungsspielraum ja oder nein? Und wenn, wie viel?

Jede Immobilie ist individuell – genau so, wie auch die Menschen, die sie kaufen individuell sind. Um den Immobilienverkauf sinnvoll anzugehen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, muss dies berücksichtigt werden. Das ist zumindest unsere Erfahrung und unsere Überzeugung. Eine pauschale Aussage als „Patentrezept“ per Ferndiagnose liefern zu wollen, wäre daher aus unserer Sicht auch wenig sinnvoll.

Hinzu kommt, dass unbedingt die aktuelle Marktlage, sowie Überlegungen zur in Betracht kommenden Zielgruppe mit einbezogen werden müssen. In bestimmten Fällen lassen sich Immobilien durchaus auch zu einem Preis verkaufen, der über dem ermittelten Verkehrswert liegt. Wichtig ist, dass alle notwendigen Überlegungen und Analysen dazu gemacht werden, bevor man mit Verkaufsaktivitäten beginnt.

Warum wir von „Pi mal Daumen Schätzungen“ dringend abraten

Obwohl wir als Immobilien Gutachter und Immobilienmakler tagtäglich mit Immobilien und deren Marktwerten befasst sind, den aktuellen Markt unserer Region kennen und über langjährige Berufserfahrung verfügen, würden wir uns niemals auf eine grobe Schätzung verlassen sondern machen uns immer die Mühe einer nachhaltigen Marktwertermittlung. Parallel dazu werden Überlegungen zur Zielgruppe angestellt. (Für welche Käufer kommt die betreffende Immobilie in Betracht? Wie groß ist die Zielgruppe? Durch welche Maßnahmen / Veränderungen am Objekt  ließe sich die Zielgruppe ggf. erweitern? Wie steht es aktuell um Angebot und Nachfrage für Immobilien dieser Art? Und, und, und ...)

Wir machen uns nicht zum Spaß die Mühe, jedem Immobilienverkauf eine Marktwertermittlung voranzustellen, die o.g. Fragen abzuklären uns mit Marktanalysen und Grundstücksmarktberichten  zu beschäftigen usw.. Natürlich haben auch wir nach all den Jahren spontan eine grobe Zahl im Kopf, wenn wir eine Immobilie in Augenschein nehmen. Das lässt sich kaum vermeiden. Dennoch wäre es unseres Erachtens fahrlässig, mit einem solchen bloßen „Bauchgefühl“ an den Markt zu gehen. Wie die Zahlen und Infografiken deutlich machen, geht es einfach um zu viel Geld, das man leichtfertig auf Spiel setzen würde, wenn man es versäumte, alle für den Immobilienverkauf relevanten Aspekte zu berücksichtigen und in das Verkaufskonzept einzubeziehen.

Unser Rat kann daher nur lauten: Ziehen Sie einen Fachmann zu Rate. Sei es ein Immobilien Gutachter / Sachverständiger oder ein guter Immobilienmakler mit entsprechender Qualifikation und Marktkenntnis. Wenn Sie den Hausverkauf oder Wohnungsverkauf selbst nicht aus der Hand geben möchten, sondern weil Ihnen der Privatverkauf eine Herzensangelegenheit ist, holen Sie sich zumindest für diesen wichtigen Punkt einen unabhängigen Experten ins Boot. Die Investition in ein qualifiziertes Wertgutachten lohnt sich – zumal für den Immobilienverkauf in den allermeisten Fällen schon ein vergleichsweise kostengünstiges Kurzgutachten ausreicht.




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